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RZ Linz, Neuwied vom Freitag, 9. August 2013, Seite 32

Einmal Maastricht und zurück

Uschi Bender wurde von der Mitgliederversammlung als Präsidentin bestätigt

Engers

Nach der Jahreshauptversammlung am 16. Mai mit Neuwahl des Vorstandes, bei der Uschi Bender als Präsidentin für weitere zwei Jahre bestätigt wurde, übernahm Gabi Korb-Wambach das Amt der Vizepräsidentin von Marion Schindler, die zur Wiederwahl nicht mehr zu Verfügung stand. Unter der Leitung von Versammlungsleiterin Conny Feuerpeil wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Annelie Röttgen wurde als Geschäftsführerin bestätigt. Lore Moos und Renate Grendel werden nach einstimmiger Wahl weiterhin die Kasse erfolgreich führen. Die Möhnen konnten mit Uli Lebernegg ein weiteres aktives Mitglied aus der Schellengarde für die Vorstandsarbeit gewinnen, die zusammen mit Gerlinde Meeth , Doris Michels, Petra Myke, Martina Abramowski und Marita Benzrath als Beisitzer fungieren.

Die erste Amtshandlung des neuen Vorstandes war das Anbieten einer Ganztagestour für Möhnen und Freunde des Karnevals nach Maastricht in Holland. Die Resonanz war so groß, dass die Möhnen am 27. Juli 2013 um 8:30 Uhr mit 2 Bussen in Richtung Holland starteten.

In den gut klimatisierten Bussen war die Stimmung trotz der Hitze die an dem Tag draußen herrschte gut und mit viel Gesang und einigen Gläschen Sekt waren alle Frauen und auch einige Männer in Vorfreude auf die schöne Stadt. Bei strömenden Regen wurden wir von heftigen Donnerschlägen empfangen und die gute Stimmung erhielt erst mal einen kleinen Dämpfer.

Nachdem man sich ein wenig gestärkt hatte, strahlte die Sonne den ganzen Tag. Viele nutzen die Zeit für eine Bootsfahrt auf der Maas oder eine Stadtrundfahrt mit Kutsche oder Bus. Natürlich konnte man (Frau) auch wunderschön in den Läden der Altstadt shoppen. Diese Stadt bietet für jeden etwas. Gegen Abend traten wir wieder die Heimreise an und alle waren der Meinung „dies war ein geglückter Tag und könnte wiederholt werden.“

 

RZ Linz, Neuwied vom Montag, 14. Januar 2013, Seite 18

Möhnen und Große Engerser feiern in gemeinsamer Mission

Jecken Sitzung in der Mehrzweckhalle des Heinrichhauses bot viele Leckerbissen des Engerser Karnevals

M Engers. Auf einen bunten Querschnitt durch die Engerser Karnevalslandschaft durften sich die Gäste des karnevalistischen Abends der Großen Engerser Karnevalsgesellschaft (GEK) und der Möhnen am Samstagabend freuen. In der Mehrzweckhalle präsentierten beide Vereine gemeinsam etliche Höhepunkte in Sachen Tanz, Vortrag und Musik. Mit einem prachtvollen Einmarsch demonstrierten Möhnen und GEK gleich zu Beginn Einigkeit, die sich auch in der flotten Moderation fortsetzte.

Maik Fischer und Uschi Bender begrüßten die Zuschauer und sorgten dann mit insgesamt zwölf Programmpunkten für einen kurzweiligen Abend. Die Dancing Girls hatten daran nicht geringen Anteil. Erst begeisterte die Kindergarde, dann legte die Große Garde gekonnt nach, und schließlich sorgte die Tanzformation mit einem bayrisch anmutenden Showtanz noch für tolle Stimmung.

Aber auch die Gymnastic Dance Girls & Boys mit ihrer Tabaluga-Show und die Dancing Elements mit ihrem mitreißenden Tanz überzeugten das Publikum. Das hatte natürlich auch einiges zu lachen. Lea Halfmann erregte als „Armes Ding“ in der Bütt bei Weitem kein Mitleid, Pia Halfmann plauderte als „Eins von den Schellen-Mädcher“ aus dem Nähkästchen. Anja Weber tapste als Engel barfuß auf die Bühne, Petra Myke war irgendwie „auf den Hund gekommen“, und Wolfgang Geil und Sabiene Becker-Hoffmann lieferten sich ein lustiges Zwiegespräch. Sie alle freuten sich über viele Lacher und großen Applaus.

Für perfekte Abwechslung im Programm sorgten dann noch die beiden musikalischen Beiträge: Die „Flotten Omas“ bauten dabei ganz auf Humor, während die GEK-Band zum Abschluss ganz auf kölsche Tön setzte.Andrea Niebergall

 
 

RZ Linz, Neuwied vom Montag, 3. Dezember 2012, Seite 10

Möhnen managen Markt mit viel Esprit

Nussknackermarkt Veranstaltung in Engers begeistert mit liebevoller Dekoration und drei Bereichen

Von unserer Mitarbeiterin Andrea Niebergall

M Engers. Er heißt anders, er ist ein wenig anders – und genau das macht ihn aus: Der Nussknackermarkt in Neuwied-Engers vor der Kulisse des kurfürstlichen Schlosses ist alle Jahre außergewöhnlich. Und weil sich das schon lange weit über die Kreisgrenzen hinaus herumgesprochen hat, hatte der Möhnenverein Engers, der den Markt zusammen mit der Schloss Engers Betriebs-GmbH ausrichtet, auch diesmal wahrlich keinen Grund, über die Besucherzahlen zu klagen. An beiden Tagen dieses ersten Adventswochenendes drängten sich die Menschen geduldig durch die Schlossstraße, über den Schlosshof bis hinein in die „gute Stube“.

Auf den ersten Blick mag es erstaunlich sein, dass ein einzelner Verein eine solche Veranstaltung überhaupt stemmen kann. Doch wer die Möhnen im großen Zelt auf dem Schlossplatz in Aktion an Grill und Theke erlebt, der wundert sich nicht mehr. „Multi-Tasking ist eben eine typisch weibliche Stärke“, schmunzelt ein Marktbesucher, der inkognito unterwegs ist, mit der Nikolausmütze tief in die Stirn gezogen. Er weiß, warum die Möhnen so erfolgreich sind: „Erst mal halten sie gut zusammen. Und sie verzweifeln nicht, wenn sie Krebbelscher backen, Glühwein verkaufen und gleichzeitig noch die Probleme eines Standbesitzers lösen sollen.“

Kein Wunder also, dass in Engers alles so friedlich wirkt. Der große Nussknacker neben dem Schlosstor blickt gütig aufs Kinderkarussell, an dem der Nachwuchs seinen Spaß hat. Hier in der Schlossstraße haben Vereine und örtliche Einzelhändler ihre Stände aufgebaut, bereichern mit Selbstgemachtem und Leckerem das reichhaltige Angebot. Das Schlendern hinauf und hinab gehört ebenso zum Marktbesuch in Engers wie der Stopp an den Glühweinständen und den Plätzchenverkaufsstellen.

Im Schlosshof bietet sich dann ein etwas anderes Bild: Die weißen Igluzelte drängen sich rund um die Verpflegungsinsel der Möhnen. Dazwischen geben sich auf der Bühne neben dem Schlosseingang die heimischen Künstler die Klinke in die Hand. Die Blocker Musikanten spielen Weihnachtslieder, neben ihren Stühlen dampfen heiße Getränke. Plötzlich werden Kinderrufe laut, der Nikolaus rollt heran. Nicht im Schlitten, sondern auf bester Engerser Manier im Rollstuhl. Patrick Kaußen ist es, der unter dem Kostüm mit Bart und Mitra steckt.

Überhaupt ist das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in Engers ganz selbstverständlich. Nur im Schloss selbst, der dritten Station des Marktes, wird es für die Rollifahrer eng. Sie teilen sich mit den Kinderwagen der Mütter und den Rollatoren der Senioren das Problem des Vorankommens. Doch irgendwer macht immer Platz, und so können auch sie im Schloss das hochwertige Angebot professioneller Händler bewundern: vom Hutmacher bis zum Konditor, vom Floristen bis zum Goldschmied.

Weihnachtsgeschenke kaufen steht hier auf dem Plan, oder eben einfach nur gucken. Denn das macht angesichts der liebevollen Dekoration des Nussknackermarktes drinnen wie draußen richtig Spaß.

RZ Linz, Neuwied vom Montag, 3. Dezember 2012, Seite 10 (0 Views)
 

RZ Linz, Neuwied vom Montag, 20. Februar 2012, Seite 17

Oberbürgermeister steckt Niederlagen ein

Sturm Närrische Truppen nehmen in Engers und Neuwied die Rathäuser ein

M Engers/Neuwied. „Ziel erreicht, das Rathaus ist uns!“, verkündete Möhnenpräsidentin Uschi Bender am späten Vormittag in Engers und begrub damit auch die letzten Sorgen, der Rathaussturm könnte in Engers diesmal misslingen. Immerhin mussten Bürgerwehr, Möhnen und GEK erstmals in ihrer Geschichte ohne Prinzenpaar und Obermöhn gegen den Oberbürgermeister antreten. Doch der kostete seine Machtstellung im historischen Rathaus nur kurz aus.

Am frühen Nachmittag in der Neuwieder Innenstadt hingegen ließ sich der Stadtchef nicht so leicht überwältigen und gab der verteidigenden Ehrengarde viel Gelegenheit, ihre Kampfesstärke zu beweisen. Doch auch vor dem alten Rathaus gab es am Ende die Niederlage: Die Narren regieren fortan bis Aschermittwoch die Deichstadt ohne Wenn und Aber.

In Engers hatten die Angreifer zu allen Tricks gegriffen, um das Fehlen der närrischen Regenten zu kompensieren. Der Aufmarsch zahlreicher ehemaliger Prinzen bot erst einmal ein prächtiges Bild, doch es war dem geübten Ansturm der Bürgerwehr mit Geschrei und Gekrache zu verdanken, dass das Rathaus schließlich fiel.

In Neuwied hatten sich zur selben Zeit die närrischen Prinzentruppen auf dem Marktplatz gesammelt. Die Verteidiger versuchten, die Angreifer unter anderem mit frechen Witzen abzuwehren. Am Ende nützten aber alle Possen nichts, die närrischen Prinzentruppen brachen durch und legten Oberbürgermeister Roth und seinen Amtskollegen aus Neuwieds Partnerstadt Bromley gnadenlos in Ketten. Andrea Niebergall

 

Y Mehr Bilder zum Karneval im Kreis Neuwied im Internet:

www.rhein-zeitung.de/neuwied

 
 

RZ Linz, Neuwied vom Montag, 28. November 2011, Seite 12 

In Engerser Iglus regiert die Vielfalt

Nussknackermarkt 70 Stände locken rund ums Schloss – Möhnen stecken viel Herzblut in die Ausrichtung

Von unserer Mitarbeiterin

Andrea Niebergall

M Engers. Ein Jahr lang Planung, zwei Tage Vergnügen – und doch lohnt sich der Nussknackermarkt in Engers aus Sicht der ausrichtenden Möhnen voll und ganz. Zu schön ist die weihnachtliche Stimmung vor dem Schloss und in der Schlossstraße, zu positiv die zahlreichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung, für die dieser Markt am ersten Adventswochenende feste Tradition und ideale Gelegenheit ist, um den Weihnachtsschmuck zu komplettieren.

Seit 36 Jahren verwandelt sich Engers am ersten Advent in ein Weihnachtswunderland. Bis vor vier Jahren war der Sozialverband für die ganze Organisation verantwortlich, seither ist es der Möhnenverein, der die Arbeit auf sich nimmt, um eine lieb gewonnene Tradition nicht sterben zu lassen. „Hier steckt keine Stadt dahinter, nur wir Möhnen. Da muss man schon sehen, dass man 30 Leute zusammenbekommt, die, statt selbst zu feiern, hier Dienst schieben“, betont Möhnenpräsidentin Uschi Bender, die selbst schon im Januar mit der Akquise für den nächsten Markt beginnt. „Das ist kein Selbstläufer. Man muss viel dafür tun, dass alle 70 Standplätze besetzt sind – wie in diesem Jahr“, berichtet sie.

Die Zeltstadt aus weißen, kugeligen Iglus auf dem Schlosshof besorgen die Möhnen eigens von einem Mainzer Zeltverleih, um so dem Markt ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben. „Die Kosten dafür können wir gar nicht komplett an die Standbesteller weitergeben“, erklärt Bender. „Unser Standgeld ist noch sehr moderat. Dafür ist aber auch das Angebot groß.“ Davon kann sich jeder überzeugen, der sich auf den Weg vom Schloss in die Schlossstraße macht. Rechts und links säumen Händler den Weg, die unterschiedlichste Waren anbieten: vom gefilzten Schal bis zum selbst gemachten Käse. Händler aus anderen Bundesländern, gar aus Frankreich sind dabei. Und am Schlosstor steht – seit 36 Jahren in ununterbrochener Folge – Familie Brose mit ihren Zuckerwaren und Adventsgestecken. „Die sind in zweiter Generation dabei und gehören hier schon zum Inventar“, meint Uschi Bender.

Positiv bewertet die Möhnenchefin die Zusammenarbeit mit der Schloss Engers Betriebsgesellschaft, die seit Jahren den Markt um ein Angebot im Schloss ergänzt. „Wir haben stets eine Vorbesprechung, bei der wir uns abstimmen. Und in diesem Jahr hat sich das Schloss uns sogar in Sachen Dekoration angepasst. An der Weinstube in der Schlossstraße sind rote Schleifen angebracht. Vielleicht kommt nächstes Jahr ja sogar noch Tannengrün hinzu?“

Die gesamte Ausstattung des Marktes trägt die Handschrift der Frauen vom Möhnenverein. Liebevoll haben sie Straße und Stände geschmückt und so weihnachtliche Akzente gesetzt. Ein Rahmenprogramm mit Musik tut sein Übriges, und erstmals gibt es auch eine Nussknackergarde, die unter Leitung von Doris Michels nicht nur tänzerisch glänzt, sondern auch Süßigkeiten an die Kinder verteilt. Und wer noch gar nichts mit all dem Weihnachtsrummel anfangen kann, der schaut einfach im zentralen Verpflegungsiglu der Möhnen vorbei. Dort heitern Dämpfe aus dem Glühweinpott und vom Bratwurstgrill selbst den härtesten Weihnachtsmuffel auf.

 

RZ Linz, Neuwied vom Donnerstag, 17. November 2011, Seite 22

Alte Karten laden zu Besinnlichkeit ein

Ausstellung Adventszeit mit Weihnachtsengeln

M Engers. Seit zwei Jahren präsentiert der Engerser Bürgerverein mit den Möhnen historische Weihnachtskarten aus der Sammlung von Jürgen Moritz in den Auslagen Engerser Geschäfte. Die Präsentation der vergrößerten und gerahmten Karten hat in der Adventszeit immer große Beachtung gefunden. Grund dafür ist sicher, dass so manches Motiv mit ganz persönlichen Erinnerungen der Betrachter verbunden ist. Zudem ist dies ein vorweihnachtlicher Schaufensterschmuck ist, den man in dieser Form selten zu sehen bekommt.

War es im ersten Jahr ein bunter Kartenreigen quer durch die weihnachtliche Welt, so wurden im Vorjahr Weihnachtskarten mit Kindermotiven gezeigt. Dieses Jahr lautet das Motto „Zauberhafte Weihnachtsengel“. Es werden Ansichtskarten aus der Zeit von 1898 bis 1950 gezeigt, die auch das Lebensgefühl dieser Epoche und ihre Wandlungen widerspiegeln. Zu sehen sind Karten bekannter Künstler wie Ernst Kutzer, Ruthild Busch-Schumann und Fritz Baumgarten. Deren farbige Bilderbücher begeistern auch heute noch Kinder und Erwachsene.

Auch die älteste bisher bekannte Weihnachtskarte, die aus Neuwied versandt worden ist, findet sich unter den Schaustücken. Abgestempelt im Dezember 1898, versehen mit einem Bestimmungsort in Schottland, konnte Jürgen Moritz die Karte vor einigen Jahren bei einer Internetauktion aus Dänemark erwerben. Nach mehr als 100 Jahren und einer langen Reise kehrte sie somit an ihren postalischen Ursprungsort zurück.

Der Brauch, Weihnachtskarten zu versenden, stammt ursprünglich aus England. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden dort die ersten Weihnachtskarten produziert. Zwischen 1897 und dem Ersten Weltkrieg erreichten sie ihre größte Verbreitung in Deutschland. Abbildungen von Engeln gehörten von Anfang an zu den beliebtesten Motiven.

Möhnenpräsidentin Uschi Bender und Bürgervereinsvorsitzender Bernd Wolff laden in die zauberhafte Welt alter Weihnachtskarten ein. Die liebevoll gestalteten Motive vermittelten in der Hektik der Vorweihnachtszeit viele besinnliche Momente.

 

RZ Linz, Neuwied vom Dienstag, 31. Mai 2011, Seite 19

Uschi Bender bleibt Präsidentin

Karneval Engerser Möhnen trafen sich zur Jahreshauptversammlung

M Engers. Zahlreiche Teilnehmer konnte die Präsidentin des Möhnenvereins Engers, Uschi Bender, im Vereinslokal „Zum Backöfchen“ begrüßen. Krankheitsbedingt fehlte jedoch leider die amtierende Obermöhn Doris Michels. Geschäftsführerin Annelie Röttgen zog zunächst ein detailliertes Resümee des zurückliegenden Jubiläumsjahrs der Engerser Möhnen. Es folgten die Neuwahl des Vorstandes und eine Vorschau auf die kommende Session. Bei der Vorstandswahl standen Christel Neumeister, Helga Schneider, Gabi Geitz, Gaby Ritzler und Maria Wirges nicht mehr zur Wiederwahl. Der Möhnenverein bedankte sich für ihre langjährige Vorstandsarbeit, besonders bei Christel Neumeister, die seit 30 Jahren dem Vorstand angehörte.

Uschi Bender und Marion Schindler wurden in ihrem Amt als Präsidentin und Vizepräsidentin bestätigt, ebenso Annelie Röttgen als Geschäftsführerin. Lore Moos und Renate Grendel werden nach einstimmiger Wahl weiterhin die Kasse führen. Die Möhnen konnten mit Martina Abramowski und Marita Benzrath zwei weitere aktive Möhnen für die Vorstandsarbeit gewinnen, die zusammen mit Gerlinde Meeth, Doris Michels, Petra Myke und Gabi Korb-Wambach als Beisitzer fungieren. Als Kassenprüferinnen wurden Gabi Geitz und Gaby Ritzler gewählt.

Die Session 2011/2012 werden die Engerser Möhnen mit dem Rheinuferfest der Großen Engerser Karnevalsgesellschaft am 6. bis 7. August starten. Am 12. November findet der Karnevalsauftakt statt. Am ersten Adventwochenende wird, schon zum fünften Mal, unter Leitung des Möhnenvereins der Nussknackermarkt im Schlosshof und der Alten Schlossstraße veranstaltet. Die Weihnachtsfeier der Möhnen ist am 9. Dezember im Euro-Hotel. Am Schwerdonnerstag, 16. Februar 2012, findet der Möhnenumzug mit dem anschließenden Kaffee in der Cafeteria des Heinrich-Hauses statt.

 

RZ Neuwied vom Montag, 7. März 2011, Seite 19

Rathäuser fielen trotz ausgefeilter Taktik

Sturm Erst Engers, dann Neuwied: Die Truppen des Oberbürgermeisters hatten der Narrenmacht nichts entgegenzusetzen

Von unserer Mitarbeiterin

Andrea Niebergall

 

M Engers/Neuwied. Es war ein Tag der Taktik und ein Tag der Niederlage für Oberbürgermeister Nikolaus Roth: Sowohl beim Rathaussturm in Engers als auch in Neuwied setzten die Parteien auf Raffinesse. Das Ergebnis: Beide Rathäuser fielen unter dem übermächtigen Ansturm der närrischen Truppen.

In Engers bedienten sich die Verteidiger des historischen Rathauses eines üblen Tricks, um die Angreifer auf Abstand zu halten. Mit Pestmaske und Umhang trat Bernd Wolff auf den Balkon, um zu verkünden: „Hier herrscht die Pest! Wollt ihr euch das antun, mit Pestbeulen hier hereinzukommen? Ich glaube es nicht.“ Doch seine Finte ging im höhnischen Gesang der Angreifer unter. Die waren auch zahlenmäßig überlegen, hatten mit Möhnen und GEK, Prinzengarde, Prinzenpaar samt Gefolge, den Blocker Musikanten und der angriffslustigen Bürgerwehr eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt.

Böller flogen hin und her, Angriffswellen schlugen gegen die Rathaustür, wagemutig stürzten sich Gardisten und Bürger in die Schlacht, um von den Wurfattacken mit Plastikbällen immer wieder zurückgeschlagen zu werden. Schließlich warf Prinz Michael seine ganze Bürgerwehr-Erfahrung in die Waagschale, tauschte Prinzenkappe mit Blechhelm und war es schließlich selbst, der auf der Sturmleiter dem Gegner entgegenkletterte. Der hisste angesichts solcher Übermacht die weiße Fahne und erklärte die Kapitulation.

Zwei Mal wollte OB Roth diese Schmach an diesem Tag aber wohl nicht hinnehmen. Und so hatte er in Neuwied die Ehrengarde um sich geschart und dazu die Prinzengarde Rot-Weiß Weis zur Verstärkung engagiert. Die ersetzte, zusammen mit dem „Gulaschkanonierregiment 1 Hoppe Guido“ die normalerweise an der OB-Seite kämpfenden Rot-Weißen aus Neuwied, die als Heimatverein des amtierenden Prinzenpaares zu den Angreifern übergewechselt waren. Zum zweiten Mal nach 2008 griffen damit Heimbach-Weiser Narren in die Fastnacht der Stadt Neuwied ein. „Wann immer solch ein Hilfegesuch kommt – wir helfen gern“, bekundete Feldkoch Mario Fergen die Weiser Kooperationsbereitschaft.

Und so musste Prinz Achim tief in die Trickkiste greifen, um das Rathaus zu stürmen. Zwei Mariechen der Ehrengarde köderte er mit Sekt, nahm sie gefangen und glaubte sich schon siegreich, doch er hatte nicht mit der Reaktion von Ehrengardist Mini Kutscher gerechnet: „Ihr könnt sie behalten. Und wir behalten das Rathaus.“

Doch die Prinzentruppen gaben sich so leicht nicht geschlagen. Kurzerhand entführten sie den Feldkoch der Ehrengarde, bemerkten dabei jedoch nicht das Fehlen des eigenen Mundschenkes, und so lief dieser neue Schachzug nach zähen Verhandlungen auf der Marktplatzbühne auf ein Patt und einen Tausch der beiden Gefangenen hinaus. Alle Zeichen standen auf Kampf.

Vor dem Rathaus kam es schließlich zum finalen Scharmützel, bei dem sich Prinzenpaar, Gefolge und Rot-Weiße Funken galant zurückhielten und stattdessen vor allem die Mariechen in den Kampf schickten. Sie sorgten für Ablenkungsmanöver und griffen schließlich selbst zu den Waffen, was schließlich zu einer weiteren Niederlage des Stadtchefs führte.

 

RZ Neuwied vom Dienstag, 1. März 2011, Seite 18

Mobiler Pastor lebtim Wohnwagen

Pfarrei Büttenasse unterhalten ihr Publikum bei der fröhlichen Sitzung in Engers bestens

M Engers. Ungezwungenes, frohes und lautes Lachen erklang aus den Räumen des Pfarrheims St. Martin. Kein Wunder, wurden doch dort die Gäste der Karnevalsfeier der katholischen Pfarrei gar prächtig unterhalten. Dafür sorgten so erfahrene Büttenasse wie Franz Krämer, der sich wenigstens einmal pro Jahr vergangene Zeiten zurückwünscht, und Ilse Dötsch, die mit ihrem trockenen Humor durchs Programm führte.

In ihrer Büttenrede brachte Dötsch Rheinlieder nach Italien an den Po. Als Kirchenmäuslein hatte Gemeindereferentin Petra Schunkert schon die ganze Pfarrei erschnuppert. Pastor Lothar Steffens geizte nicht mit lustigen Schwänken aus seinem Pastorenleben.

Ein Rentner (Karin Hoffmann) kämpfte verzweifelt gegen die Rentnerlangeweile. Nach endlosen erfolglosen Beschäftigungsversuchen gründete er mit Leidensgenossen ein großes Unternehmen, um endlich wieder malochen zu dürfen. Mit echt karnevalistischem Unsinn baute die Firma mehr Vogelhäuschen, als es Vögel gibt.

Längst waren die schicken Möhnen sowie Prinz Michael II. mit Prinzessin und Gefolge eingetroffen und verschönerten das bunte Bild im Saal. Alfred Kalb, Gerd Bonenberger und Hein Steigerwald sorgten nicht nur für die Musik während der Sitzung, zusammen mit Hermann Jäger trugen sie den Tollitäten ein spezielles Kolpinglied vor, denn sieben Mitglieder der „Prinzenmannschaft“ sind in der Kolpingsfamilie.

Major Josef Jachmich und Schütze Lothar Steffens eroberten mangels Gegenwehr schnell die Bühne und schossen einen Gag nach dem anderen ab. Plötzlich verwandelte Gabi Korb mit Anne Möhrle-Baugut das Pfarrheim in einen Schönheitssalon. Eine Kundin wurde beraten, und es wurde nach Möglichkeiten der Verschönerung für sie gesucht.

Vier Pfarreien sind zweifellos für Pastor Christ eine Riesenaufgabe. Erika Steigerwald als Pfarreiensekretärin half der Ehebewerberin Grete Nilges durch die Wirren der Vierfachpfarrei. Gut zu wissen: Der Pastor wohnt aus Mobilitätsgründen nur noch im Wohnwagen.

Freude bereiteten sechs Models, die lange Unterhosen vorführten. Schön war es, alle Elisabethfrauen gemeinsam auf der Bühnen zu sehen. Birgit Hahn dankte den Aktiven und dem wunderbaren Publikum und übergab Pfarrer Christ das Mikrofon, der schöne fastnachtsnahe Verse vortrug.

 
RZ Neuwied vom Montag, 28. Februar 2011, Seite 10

Frauen erobern die Narrhalla

Narren In der Sporthalle Engers reißen die jecken Damen das Publikum von den Sitzen

Von unserer Mitarbeiterin

Michaela Kieffer

M Engers. Seit der Prunksitzung der GEK müssen auch traditionsbewusste Jecken zugeben: Frauen sind eindeutig die besseren Fassenachter. Schön, stimmlich wie tänzerisch topfit und voller Energie sind sie zu immer neuen Vorträgen, Sketchen und Büttenreden aufgelegt. Dabei tun sie alles zu Ehren von Gott Jokus – und in der voll besetzten Sporthallen-Narhalla auch für ihren Prinz Michael II. Der Regent, der mitsamt Prinzessin Claudia und Hofstaat das Geschehen verfolgte, erlag ebenso wie der Elferrat unter GEK-Präsident Christian Eisele geballtem weiblichem Esprit.

Der „Citolitis“ von Anne (Baugut) riet Schneiderin Gabi (Korb-Wambach) zu angemessener Kleiderlänge und einem Besuch bei Martin Hahn: „So, wie es Ihnen auf die Beine gehagelt hat, ist das ein Fall für die Versicherung“. Beide haben mit Männern so ihre Erfahrung, einen Vibrator brauchten sie indes nie: „Und wenn ich einen brauchen würde, führe ich über die alte B 42, da vibriere ich 500 Mal in der Sekunde.“

Lachmuskelvibrationen stellten sich auch bei den „aalen Mühlhofener Mädchen“ Betty und Klärchen (Sabine Becker-Hoffmann, Wolfgang Geil) ein, die über Klärchens 80. Geburtstag philosophierten und dabei so manche „Leiche“ hinter der Mahagoni-Schrankwand hervorholten. Gelungene Einblicke ins Wohnzimmer gewährten auch Miss Sophie und Butler James (Dana Nerius, Sabrina Kern) bei ihrem närrischen „Dinner for one“. Seit 25 Jahren tafeln sie mit dem närrischen Engerser Hochadel bei Krebbelcher, Hahn und Waffel: „In diesem Sinne, ab in die Rinne“. Hoch her ging es auch beim Kaffeekränzchen von Minna und Lisbeth (Agnes Kretzer, Gabi Geitz). Ihre bissigen Kommentaren machten weder vor ihren Männern noch vor Lisbeths Falten halt.

Auch beim Vortrag von Newcomerin Anja Weber stand der Mann im Fokus: Gruselig, wenn selbiger auch noch in der Fastnacht aktiv ist, die einzige Mitgift diverse Orden, seine Kniddelverse aber gähnend langweilig sind. Ihr Fazit: „Frauen sind einfach bessere Fastnachter, ihr müsst uns nur machen lassen.“ In Engers war das kein Problem: Stimmlich auf der Höhe sorgten Anne (Baugut) und Anja (Falk) für das rechte „Engersch-Feeling“, und Jungmöhne Pia (Halfmann) gab Einblicke in ihren Möhnen-Alltag: „Man hat Verantwortung als junge Möhn', man muss nämlich immer gut aussehn“.

Dass dazu ein tolles Kostüm und die passende Maske gehört, versteht sich von selbst. Auch hier punkteten die närrischen Damen: Die Schellengarde präsentierte sich in grün-blauen Uniformen, die Möhnen in aufwendigen Südstaaten-Roben. Die neuen US-Kostüme der Dancing Girls hatte Chefin Doris Michels geschneidert. Und auch für die Kostüme des umjubelten Männerballetts zeichneten Frauen verantwortlich. Gleiches gilt für die vielen Tanzdarbietungen, angefangen von den ausgezeichneten Deichstadtgarden-Piraten über die Dancing-Girls und die Laolas aus dem Dschungel bis zur Prinzengarde und den Fantastischen 10. In Engers ist man der Zeit eben immer ein Stück voraus: Eine Frauenquote braucht man nicht. Und die Männer? Da punkteten die moderierenden Clowns Gerd und Maik, und zu vorgerückter Stunde die GEK-Band, die vor dem obligatorischen Panama die Narren noch einmal von den Sitzen riss.

Ihr Narren, da geht noch was. Mit „Engersch Helau“: Diese Zeilen, die schrieb eine Frau.

 

RZ Neuwied vom Montag, 28. Juni 2010, Seite 12

Rheinische Frohnatur feiert 100. Geburtstag

Zahlreiche Gratulanten aus Familie und Vereinen beglückwünschten Katharina Jachmich – Die Jubilarin gehört zum „Engerser Adel“

100 Jahre sind eine lange Zeitspanne. Katharina Jachmich aus Engers kann das bestätigen – denn sie feierte jetzt diesen seltenen Geburtstag.

ENGERS. Katharina Jachmich, das letzte lebende Gründungsmitglied der Engerser Möhnen, ist eine echte rheinische Frohnatur – und jetzt 100 Jahre alt. Zum Gratulieren kamen natürlich auch die Vereinskolleginnen ins Seniorenzentrum des Heinrich-Hauses in Engers.

Katharina Jachmich ist eine waschechte Engerserin. „Unser Elternhaus lag mitten im Ort. Hier traf sich die Nachbarschaft zum Schwatz, hier stoppte der Kirmes- oder Rosenmontagszug für eine kleine Stärkung“, erinnert sich Adi Jachmich. Er ist mit Jahrgang 1936 der jüngste Sohn der Jubilarin. Sie hat drei Kinder: Der älteste Sohn Josef Jachmich ist Jahrgang 1933, Tochter Katharina Retterath wurde 1938 geboren.

Gesang und Musik prägten das Leben der Jubilarin schon früh. Ihr Großvater Peter Nilges zählte zu den Gründern des MGV 1911 Engers. „Sie ist schon als Kind immer mit ihm auf Sängerfeste und Wettbewerbe gefahren“, erzählen ihre Söhne. Und so ist es kein Wunder, dass sie bis heute als inaktives Mitglied dem Chor verbunden ist. Natürlich nutzten die Sänger ebenfalls die Gelegenheit, ihrem ältesten Mitglied zu gratulieren.

Katharina Jachmich wurde am 26. Juni 1910 geboren. Die Familie Nilges zählte gewissermaßen zum „Engerser Adel“. 1932 heiratete sie Peter Jachmich. Bis 1973 führte das Paar gemeinsam einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Clemensstraße.

Bis vor wenigen Monaten lebte die Jubilarin, betreut von ihren Kindern, noch in der eigenen Wohnung. Inzwischen ist sie ins Seniorenzentrum umgezogen. „Sehr aufgeschlossen und dynamisch“, charakterisiert ihr ältester Sohn seine Mutter. Geistig rege ist sie bis ins hohe Alter geblieben. Die tägliche Zeitungslektüre gehört für sie immer zum Tagesablauf.

Zur Feier waren aber nicht nur die eigenen Kinder und die Vereinsvertreter gekommen. Fünf Enkel, acht Urenkel, Freunde und Bekannte komplettierten den Kreis. (feh)

 

Dieser Artikel ist am 09.01.1996 in der Ausgabe lok erschienen.

Obermöhn Gretel

ENGERS. RED. Nachdem Gretel elf Jahre den Engerser Möhnenverein als Präsidentin geleitet hat, wird sie in der kommenden Session die Engerser Narren als Obermöhn Gretel I. vom Turmgraben regieren. Am Samstag, 20. Januar, ist es soweit. Im Engerser Heinrich-Haus wollen die weiblichen Narren ihre Obermöhn glanzvoll ins neue Amt einführen. Dann beginnt auch der offizielle Start in die närrische Zeit. Die Organisation liegt in den Händen der Engerser Möhnen, die zu ihrem 60jährigen Bestehen eine erstklassige Karnevalsveranstaltung versprechen. Der Kartenvorverkauf läuft schon bei Tabakwaren Engel in der alten Schloßstraße.

 

 

Möhnenverein Engers 1936